plakat_2009

Text und Regie: Iris Minder

Musik: Silvan Bolle

Die Freilichtspiele Grenchen, die seit 2003 im Zweijahreszyklus stattfinden, sind längst zum Sommergeheimtipp avanciert. Aussergewöhnlich ist nicht nur die einmalige Ambiance in einer grünen Oase der Stadt. Es werden stets Uraufführungen von Stücken der Autorin und Regisseurin Iris Minder gezeigt. So wurden 2003 «Die Eule», 2005 «Giigerain» und 2007 «Chräjeruef» im Park des Parktheaters erfolgreich aufgeführt. Ausgangspunkt für die Stücke sind jeweils historische Begebenheiten Grenchens. Dabei geht es der Autorin und Regis – seurin nicht um historisierende Vergangenheitsverherrlichung. Sie weist auf wunde Punkte von damals hin, auf eine Problematik, die derzeit noch aktuell ist. So sind uns auch heute, wenn wir an Politik und Finanzmarkt denken, Begriffe wie Machtmissbrauch, Verantwortungslosigkeit, Ausnutzung, persönliche Bereicherung und arrogante Überheblichkeit nur allzu bekannt. Die Liebesgeschichte von Dursli und Babeli spielt in einer Zeit, in der Gren – chen Landbesitz der Stadt Solothurn war. Einige Familien konnten sich in dieser Zeit des Söldnerwesens mit dem Verkauf von jungen Männern als Söldner an Frankreich einen gros – sen Reichtum anhäufen und sich barocke Häuser und Paläste bauen. Mit einem blinzeln – den Auge und Humor wird in «Frömdi Herre – frömdi Dienschte» diese damalige Städtebeziehung beleuchtet… und man wird ab und zu an Gegenwärtiges erinnert. Aber – damals wie heute – die Liebe siegt, dort, wo man ihr eine Chance gibt.