Iris Minder hat die Novelle «Romeo und Julia auf dem Dorfe» von Gottfried Keller als Freilichtspiel dramatisiert und umgeschrieben. Es ist das neune Freilichtspiel aus ihrer Feder und von ihr inszeniert.

Der schwarze Geiger als Symbol des Bösen und der Lieblosigkeit geht mit der Göttin der Liebe eine Wette ein: Wer ist über den Tod hinaus stärker? Das Böse oder die Liebe?

Vreni und Sali sind Nachbarskinder, spielen zusammen und können eine unbeschwerte Kindheit geniessen. Sie versprechen einander, sich immer zu lieben. Als ihre Väter wegen eines Ackers jedoch nicht nur erbitterte Feinde werden, sondern durch vieles sinnloses Prozessieren verarmen, reisst es auch die inzwischen erwachsenen Vreni und Sali auseinander. Als Sali seine Vreni vor deren immer betrunkenen und brutalen Vater beschützen muss und ihn mit einem Stein niederschlägt, wird eine gemeinsame Zukunft unmöglich.

Gehen die beiden gemeinsam in den Tod? «Romeo und Julia» von Iris Minder ist ein intensives Freilichtspielmit vielen spielerischen und menschlichen Facetten. Immer wieder steht die Frage im Raum: Welche Arten von Liebe gibt es?

Ein Spielerteam von 22 Sprechrollen wird dazu beitragen, dass den Zuschauern ein unvergesslicher Theatergenuss geboten wird. Technische Effekte mit Hologrammen ergänzen das lebendige Spiel und sorgen für Überraschungen bei dieser traurigschönen Geschichte.

200 Jahre Gottfried Keller

Der Dichter ist am 19. Juli 1819 in Zürich geboren. Gestorben ist er am 15. Juli 190 in Zürich. Er war Politiker und Autor. Sein Werk wird dem Realismus zugeordnet. Seine ersten künstlerischen Versuche fanden allerdings in der Malerei statt. Erfolgreich war er allerdings mit seinem späten literarischen Werk. Dieses umfasst vor allem Novellen. Kellers Werk erreicht seine grosse Popularität (vor allem «Kleider machen Leute» und «Der grüne Heinrich») erst nach seinem Tod, wobei Friedrich Nietzsche Keller «Leute von Seldwyla» (mit «Romeo und Julia auf dem Dorfe») zum Schatz der deutschen Prosa erklärte.

Uraufführung: 15. Juni 2019, 20.30 Uhr

Vorstellungen im Juni, jeweils um 20.30 Uhr: 20., 21., 22., 25., 27., 29.2019

                    Im Juli, jeweils um 20.30 Uhr: 3., 5., 6., 9., 11., 12., 13.2019

Ersatzvorstellungen: jeweils am darauffolgenden Sonntag